la realité depasse la ficiton

so frühlingstag, so warten auf den bus, so ein altes mütterchen, wie spät es sei, sie könne eben keine uhr tragen, weil sie sich den arm gebrochen habe, eine dreiste lüge um mit mir ins gespräch zu kommen, sie hatte sich nämlich bloss den oberarm gebrochen und so hätte sie noch gut eine uhr tragen können, seit dem 6. Januar sei sie nicht mehr aus dem haus gekommen, (es ist der 22. Februar), aber ihre beine seien zum glück noch fit, sie sei jeden tag mit dem lift in ihrem hochhaus runtergefahren und dann die treppen hochgelaufen, in den 6. stock, sie war klein und ihre füsse baumelt an den kurzen beinchen  von der wartebank, und dann höre sie diese sendungen, musigwälle, und dann bewege sie jeweils die füsse, als würde sie tanzen, und sie machte das nach, und es sah süss aus, ja es sei schwer seit ihre tochter gestorben sei vor drei jahren, diese neopolitaner, die hat zuviel gesoffen und zuviel graucht wegen denen, dann hat sie mit 61 krebs gekriegt, nierenkrebs und lungenkrebs, und dann musste ich sie hoch holen, weil die spitäler in napoli, diesen dreck überall, das kann man sich nicht vorstellen, das geht ja nicht, und dann bei mir nur eine zweizimmerwohnung… und dann kam mein bus. la realité depasse la fiction, das war doch schon immer so.

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